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Loccum: Von der Stadt auf's Land, von mir zu dir: Wald, Wasser, wir!

Von der Stadt auf's Land,

von mir zu dir: Wald, Wasser, wir!

 

Zum Ende des Schuljahres ein Wochenende in Loccum und am Steinhuder Meer – das hatten sich Schülerinnen und Schüler zweier Sprachlernklassen der IGS Mühlenberg gewünscht. Und so machten sich 27 Jugendliche aus neun Ländern mit acht Lehrerinnen und Lehrern auf den Weg zur Evangelischen Akademie Loccum. Im Gepäck hatten sie neben Bade- und Regenkleidung Gegenstände, mit denen sie Erinnerungen an ihre Heimat verbinden. Die wurden gleich zu Beginn der Jugendakademie ausgepackt und vorgestellt. In der anschließenden improvisierten Ausstellung konnte erahnt werden, welche Erfahrungen und Geschichten sich mit diesen Fotos, Ketten, Flaggen, Stickereien und Münzen verbinden.

 

Heimat und Fremde, Abschied nehmen und Ankommen – das waren die Themen an diesem Wochenende. Die Jugendlichen leben seit circa einem Jahr in Deutschland, viele von ihnen waren längere Zeit auf der Flucht, alle haben in Deutschland neben einer neuen Sprache sehr viel anderes Neues kennen gelernt; so haben sie zum Beispiel mit ihren Lehrerinnen und Lehrern das Stadtleben in Hannover erkundet.

 

Und nun ging’s also auf’s Land. Mit Udo Büsing, einem Umweltpädagogen aus Hannover, erforschten die Jugendlichen Pflanzen und Tiere im Loccumer Klosterwald. Boubker Moussali, Theater- und Musikpädagoge aus Hannover, setzte das Thema in Musik und Bewegung um. Mit Susanne von Stemm, Theologin aus Loccum, erkundeten sie das 853 Jahre alte Zisterzienserkloster von Loccum – und ganz nebenbei erlebten sie den feierlichen Einzug einer Hochzeitsgesellschaft. ALLE Schülerinnen und Schüler machten sich um 7.30 Uhr morgens FREIWILLIG mit ihrem Sportlehrer zum Frühsport auf. Ganz außerplanmäßig und mega-überraschend gab es am Samstag Abend eine von den Schülerinnen und Schülern initiierte Geburtstagsparty für einen ihrer Lehrer! Und zum Abschluss ging es ans Steinhuder Meer, Beachball spielen, baden, picknicken.

 

Bei all diesen Erlebnissen lernten die Jugendlichen und ihre Lehrerinnen und Lehrer nicht nur das Leben auf dem Loccumer Lande und drumrum kennen, sondern sie erlebten auch sich selbst in anderer Umgebung neu. Und so wurden trotz Dauerregens aus zwei Klassen eine Gruppe, aus Jugendlichen und Erwachsenen eine Gemeinschaft! Es wurde sehr viel miteinander gelacht, getanzt, erzählt, Vertrauen entwickelt …

 

Quelle: http://www.junge-akademie-loccum.de/jugendakademie/eindr%C3%BCcke-erfahrungen-ergebnisse/

Sommerschule an der IGS Mühlenberg

 

Hannover. Zur Schule gehen, wenn andere Ferien haben? Für Lamin (14) ist das keine Frage. Bei der Abschlussaufführung der „Sommerschule“ an der Integrierten Gesamtschule (IGS) Mühlenberg stand der angehende Achtklässler am Donnerstag als Oma auf der Bühne. „Ganz schön mutig“, findet das seine Mutter Dagmar Pietzsch. Der Stolz über das Bühnentalent ihres Sohnes steht ihr ins Gesicht geschrieben.

Drei Wochen lang haben 29 Schüler der Jahrgänge 5 und 7 von Lehramtsstudenten Deutsch- und Mathematikunterricht bekommen, Theater gespielt und Akrobatik geübt. Die Aufführung am Ende bietet nicht nur eine turbulente Weltreise mit einer Hochzeit in Paris, Shoppen in New York und Spielkasinobesuch in Las Vegas, sondern bietet auch ein bisschen Zirkusatmosphäre mit Einrad-, Balancier- und Jonglage-Einlagen. Zwei Schüler spielten eine Tür mit Sinn für Situationskomik. Lamin reist als Oma mit weißen Haaren dem Enkel hinterher, der sich mit ihrem Geld aus dem Staub gemacht hat, engagiert in Rom einen redseligen Detektiv namens Francesco und findet am Schluss heraus, dass Familienbande mehr zählen als zehn Millionen Dollar. Von Eltern, Geschwistern, Lehrern und Mitschülern gab es für die Bühnen-Weltreise viel Applaus. Rektor Michael Bax sagte: „So viel Spaß sollte Schule immer machen, so viel Erfolg sollten Schüler immer haben. Wir arbeiten daran.“

Die IGS Mühlenberg bietet das Lern- und Spielprogramm, zu dem auch Ausflüge und eine Übernachtungsparty gehören, schon zum achten Mal an. Auch andere Gesamtschulen richten eine „Sommerschule“ aus. An der IGS Linden findet heute Nachmittag die Abschlussaufführung statt. Für Elisabeth Lindenberg, Organisatorin an der IGS Mühlenberg, ist das Modell ein Erfolgsprogramm. Und es ist auch gelebte Flüchtlingshilfe, denn in diesem Jahr waren wieder vier Kinder aus der Sprachlernklasse dabei, die so viele neue Freunde gefunden haben. Es ist auch ein Angebot für Daheimgebliebene. „Sechs Wochen Ferien zu Hause können ganz schön lang werden“, sagt Dagmar Pietzsch. Lamin, der am Anfang etwas skeptisch gewesen sei, sei jeden Tag von der „Sommerschule“ begeistert zurückgekommen. Besser kann man kaum ins neue Schuljahr starten.

IGS Mühlenberg wird zur Leonore-Goldschmidt-Schule

Leonore Goldschmidt (* 16. November 1897 in Gosda/Lausitz; † 7. März 1983 in London) war eine deutsche Pädagogin. Im April 1933 wurde das Gesetz zur Wiederherstellung des Rechts zum Berufsbeamtentum erlassen, das erlaubte, politisch missliebige Beamte, vor allem aber Juden, einfach aus dem Staatsdienst zu entfernen.

Leonore Goldschmidt erhielt die schriftliche Mitteilung ihrer Versetzung in den Ruhestand. Mit ihrem Mann fand sie eine Lücke im nationalsozialistischen Schulsystem: Jeder jüdische Lehrer durfte 5 „nichtarische“ Kinder unterrichten.Sie schloss sich mit anderen jüdischen Lehrerkollegen zusammen und konnte - nach mehreren Absagen des Amtes - eine private Schule eröffnen.

Es entstand am 1. Mai 1935 ihre eigene Schule in Berlin-Grunewald in der Kronberger Straße 24. Von den jüdischen Schülern wurde diese Schule auch "Oase" genannt, da die Kinder hier nicht den üblichen Ausgrenzungen und Repressionen ausgesetzt waren. Als sich die politische Lage verschlimmerte, begann sie die Kinder auf ein Leben im Exil vorzubereiten. Sie organisierte mit Hilfe der britischen Botschaft einen britischen Lehrer - Philip Woolley - für einen englischen Sprachunterricht.

Der Englischunterricht begann 1936. Unterstützung für dieses Projekt erhielt sie durch ihren ehemaligen Professor Walter Hübner, der inzwischen für das Reichserziehungsministerium arbeitete. Die Private Jüdische Schule Dr. Leonore Goldschmidt erhielt 1936 die offizielle Abiturlizenz und konnte 1937 den Status eines Examination Centre of the University of Cambridge erlangen. Der bilinguale Schulabschluss ermöglichte den Schülern den Zugang zu den englischsprachigen Universitäten in Europa und Nordamerika und erleichterte ihnen damit die Emigration.

1937 zählte die Schule 520 Schüler und 40 Lehrer. Ein Land zu finden, das Juden aufnahm, war schwierig. Zusammen mit ihrem Ehemann versuchte Leonore Goldschmidt, eine Filiale der Goldschmidt-Schule in England zu eröffnen. Sie bat die britische Regierung, die Evakuierung der Kinder nach England zu finanzieren, die aber zu diesem Zeitpunkt keine akute Gefahr für das Leben der Kinder sehen wollte.

Nach den Novemberpogromen durften die Kinder ohne Begleitung von Angehörigen mit dem Kindertransport ab Bremerhaven in England einreisen. Sie selbst verließ Deutschland im Juni 1939 und kehrte nie dorthin zurück. Bis zum Mai 1940 führte sie im englischen Folkestone ihre Schule weiter. Bis 1968 arbeitete sie als Lehrerin an verschiedenen privaten und öffentlichen Schulen in England.

aus: https://de.wikipedia.org/wiki/Leonore_Goldschmidt

Links zum Thema:
https://www.berlin.de/aktuell/ausgaben/2010/juni/ereignisse/artikel.224056.php
https://www.youtube.com/watch?v=25_pHNBuFrc http://leonoregoldschmidt.com

Jahrgangspräsentation des 9. Jahrgangs – Die Profilkurse stellen sich vor

Am Mittwoch, dem 15.06.2016, fand die diesjährige Jahrgangspräsentation des 9. Jahrgangs statt. Alle elf Profilkurse haben Präsentationen erarbeitet, die jeweils in einem ihrem Kurs zugeordneten Klassen- oder Fachraum vorgestellt wurden. Jede/r Schüler/in des Jahrgangs hatte die Möglichkeit,  das Angebot von mindestens drei unterschiedlichen Kursen
zu besuchen. Einmal sollte jeder an der Vorstellung des eigenen Kurses beteiligt sein. Es fanden pro Kurs vier 15-minütige Präsentationen statt. Zwischendurch standen den Zuschauern 5 Minuten für den Raumwechsel zur Verfügung. Auf einem Laufzettel haben sich die Schüler/innen ihre Anwesenheit bestätigen lassen.

Die Inhalte und die Arten der Präsentationen waren sehr vielfältig. So gab es u. a. eine Bildergalerie und eine Theateraufführung. Selbst gedrehte Filme, Plakate und Bildschirmpräsentationen unterstützten die Vorträge und Erklärungen. Gruppenpräsentationen und Experimentierstationen forderten zum Mitmachen auf. Technische Zusammenhänge wurden erläutert. Manuskripte für Hörspiele, die im nächsten Schuljahr produziert werden, wurden vorgestellt. Der Hauswirtschaftskurs bot Muffins an. An den PCs im PC-Raum konnte man sich (wie bei Street-View) digital durch die Schule bewegen.



Die rundum gelungene Veranstaltung fand in sehr entspannter und ruhiger Atmosphäre statt. Stolz und engagiert stellten die einzelnen Kurse ihre eigene Arbeit dar. Die Schüler/innen des Jahrgangs haben erfahren, wie in parallel liegenden Kursen gearbeitet wird. Sie haben Fragen gestellt und waren sehr interessiert. Die Arbeit der Kurse wurde gewürdigt.
Für den 9. Jahrgang: Monika Wendorf

Profilkurs Solarenergie auf dem Autofreien Sonntag

Auch dieses Mal war die IGS Mühlenberg wieder auf Hannovers großem Straßenfest vertreten, bei dem weite Teile der Innenstadt für den motorisierten Individualverkehr gesperrt wurden, um Raum für mannigfaltige Angebote und Aktionen zu schaffen. Sechs Schüler aus dem Profilkurs Solarenergie bauten am frühen Sonntagmorgenin strömendem Regen unsere frisch überholte und renovierte Solarwasserschildkröte auf.

Die Befürchtung, dass das Fest – wie schon vor drei Jahren – wegen schlechten Wetters abgesagt werden müsste, erfüllte sich glücklicherweise nicht: Pünktlich zur Eröffnung ließen die Niederschläge nach, und am Nachmittag kam sogar die Sonne heraus! So hatte das Team  anstatt mit Wasserfluten mit einem großen Andrang von kleinen und großen Standbesuchern zu tun, die sich als Wasserstrahlschützen betätigen oder sich über die Angebote des Energie-LABs informieren wollten.
Wir bedanken uns bei allen Mitwirkenden sowie bei unserem Kooperationspartner, der Klimaschutzleitstelle der LHH Hannover.
Für das Energie-LAB
J. Müller

 
 
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